Philosophieren
René Magritte – Dies ist keine Pfeife
Dieser Text wendet sich nicht an Kinder. Er stellt Informationen für Kinderphilosophinnen und -philosophen zur Verfügung, regt Fragestellungen zum Philosophieren mit Kindern (und Jugendlichen) an und schlägt eine Richtung vor, in die sich das Nachdenken über Bilder als Zeichen vorantreiben und ein vertieftes Verständnis anbahnen lässt. Die Gestaltung einer altersgerechten (Unterrichts-) Einheit will und kann er nicht ersetzen.
Das Freundschaftsverständnis von Kindern
In psychologischen Studien zur Entwicklung des Freundschaftsverständnisses von Kindern steckt eine Menge Philosophie. Umgekehrt können solche Studien aber auch das philosophische (begriffliche) Verständnis der Freundschaft bereichern und unser Bewusstsein für praktisch bedeutsame Unterscheidungen schärfen. Im Blick auf das Philosophieren mit Kindern über Freundschaft kann die Kenntnis der entwicklungsbedingten Grenzen kindlicher Freundschaftsbegriffe vor übertriebenen Erwartungen und einer Überforderung der Kinder bewahren und helfen, die richtigen Fragen zu stellen. Dieser Text fasst entwicklungspsychologische Forschungen zum Freundschaftsverständnis zusammen und konzentriert sich dabei auf ihre ethischen und sozialkognitiven Aspekte.
Gedankenspiele
Philosophiebücher für Kinder gibt es viele. Aber nur wenigen gelingt es, Kinder jenseits aller Belehrung und Erbauung zum Denken anzustiften. Mit Gedankenspiele. Philosophie für Kinder, ihrem ersten Buch, scheint das Liza Haglund geglückt zu sein.
Liza Haglund lebt in Stockholm, hat dort theoretische Philosophie und Wissenschaftstheorie studiert und beschäftigt sich als Philosophin unter anderem mit Verfahren der Analyse und Interpretation kommunikativer Handlungen. Mehr über ihre Arbeit verrät die Website der Södertörn Universität in Stockholm.
Philosophie für Kinder
In den Vereinigten Staaten hält die Philosophie ihren offiziellen Einzug in das Curriculum gewöhnlich erst auf Hochschulniveau. Eine wachsende Zahl von High Schools bieten Einführungen in die Philosophie an, oftmals in Literaturkursen, die sich speziell an Schüler im Übergang zum Studium wenden. In Europa und vielen anderen Ländern findet man die Philosophie viel häufiger im Curriculum der Sekundarstufe. Philosophie vor der Sekundarstufe scheint hingegen weltweit ziemlich ungewöhnlich zu sein. Was man als Hinweis darauf verstehen könnte, dass ernsthaftes philosophisches Denken nicht die Sache von Kindern ist. Für diese Ansicht ließen sich zwei Gründe anführen: Erstens verlangt philosophisches Denken ein Niveau der kognitiven Entwicklung, das, wie man annehmen darf, außerhalb der Reichweite von Kindern liegt.
Das Glück
Hier ein Link zu youtube – eine Installation mit Kindern zum Thema "Das Glück - kannst du es fassen?", nachdem wir über das Glück philosophiert hatten:
http://www.youtube.com/watch?v=LppNUDaMtKs
Das Projekt "Kinder philosophieren" – eine kritische Würdigung
1 Einleitung
"Wer früher philosophiert ist länger weise" (Akademie Kinder philosophieren 2009, Dokumentationsfilm). Wie wäre es also, wenn das Philosophieren mit Kindern fester Bestandteil der Bildung im frühkindlichen Bereich wäre? In dieser Arbeit möchte ich für die Philosophie, unter Anerkennung der mannigfaltigen Fähigkeiten der Kinder, als anzuerkennendes Bildungsprinzip im vorschulischen Bereich plädieren. Ich beziehe mich hierbei auf ein konkretes Projekt, das sich auf die Umsetzung des Philosophierens mit Kindern in Bildungseinrichtungen spezialisiert hat. Projekte wie dieses sind in Deutschland vereinzelt bereits vorhanden, meist aber nicht sehr bekannt und verbreitet. Kinder Philosophieren ist ein recht anerkanntes, etabliertes, sowie, wenn auch eher im regionalen Kontext, gut vernetztes Projekt, welches ich in dieser Arbeit vorstellen möchte.


